Gesunde Zähne: So schrubben wir richtig

Mittwoch 28. Okt. 2020 13:17

Das Wundermittel für gesunde Zähne lautet Zähneputzen. Dabei ist die richtige Putztechnik unabdingbar. Denn wenn wir falsch schrubben, schaden wir unseren Zähnen.

Handzahnbürste oder elektrische Zahnbürste?

Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden – Sie müssen Ihre Zähne gründlich putzen. Und auch bei beiden Varianten ist Vorsicht geboten: Falsches Putzen schadet dem Zahnschmelz und dem Zahnfleisch. Allerdings zeigen Studien, dass es mit der elektrischen Zahnbürste einfacher und bequemer ist als mit einer Handzahnbürste, die Zähne sauber zu halten.

Entscheiden Sie sich daher für die elektrische Reinigung, können Sie zwischen einer oszillierenden Zahnbürste, einer Schallzahnbürste und einer Ultraschallzahnbürste auswählen. Bleiben Sie bei der herkömmlichen Zahnbürste ohne Strom, müssen Sie noch besser auf eine korrekte Putztechnik achten. Haben Sie hier den Dreh raus, putzen Sie aber genauso sauber wie mit einer elektrischen Zahnbürste.

Die richtige Putztechnik: Auf und ab statt kreisen

Früher lernten wir als Kinder bei der Zahnputzfrau, die Zähne mit kreisenden Bewegungen zu putzen. Heute sieht man von dieser Technik ab, da hierbei das Risiko zu gross ist, dass aus den kreisenden Bewegungen ein waagrechtes Hin- und Her-Schrubben wird. Das müssen wir vermeiden. Die Auf- und Ab-Bewegung für die Aussen- und Innenflächen ist hingegen schonender. Die Kauflächen können wir wie gewohnt in waagrechter Weise putzen.

Damit Sie auch alle Zähne bei der Zahnpflege erwischen, sollten Sie immer in derselben Reihenfolge putzen. Beispielsweise gibt es das KAI-System. Zuerst putzen Sie die die Kauflächen im Ober- und Unterkiefer jeweils auf der linken und rechten Seite. Danach folgen die Aussenflächen, bei welchen Sie im Oberkiefer von hinten links bis nach hinten rechts putzen und dann analog beim Unterkiefer vorgehen. Zum Schluss reinigen Sie die Innenflächen im Ober- und Unterkiefer von jeweils hinten links bis nach hinten rechts.

Harte oder weiche Zahnbürste?

Harte Zahnbürsten putzen zwar gründlicher als weichere Zahnbürsten, können aber auch das Zahnfleisch eher verletzen und den Zahnschmelz wegschrubben. Deshalb ist es ratsam, eher weichere Zahnbürsten zu verwenden. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie empfindliche Zähne haben.

Vor oder nach dem Frühstück putzen?

Kariesbakterien benötigen ungefähr einen Tag, bis sie kariesauslösende Säuren produzieren. Deshalb spielt es so gesehen keine Rolle, ob Sie vor oder nach dem Frühstück die Zähne putzen. Beachten Sie jedoch, dass Sie nicht sofort nach dem Essen die Zähne putzen. Vor allem nach säurehaltigen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Früchten, sollten Sie ungefähr dreissig Minuten bis zum Putzen warten, damit sich der Zahnschmelz wieder härten kann.

Vorsicht bei selbstgemachten Zahnpasten & CO.

Seien Sie vorsichtig mit selbstgemachten Zahnpasten und Zahncremes sowie Ölziehen. Diese Methoden enthalten zu wenig oder kein Fluorid und reinigen die Zähne nicht genügend gründlich. Deshalb ist die beste Prävention gegen Karies nach wie vor die herkömmliche Zahnpasta aus dem Laden.

Seien Sie ebenfalls vorsichtig mit Mundduschen. Je nach Zustand Ihrer Zähne können Sie damit mehr Schaden anrichten, als Ihnen lieb ist. Bei Zahnfleischentzündungen beispielsweise spülen Sie die Bakterien direkt in die Wunden. Besprechen Sie die Anwendung deshalb mit zahnärztlichem Fachpersonal.

Weitere wichtige Tipps fürs korrekte Zähneputzen:

· Üben Sie keinen Druck mit der Zahnbürste auf die Zähne aus. Wenn die Borsten beim Putzen gebogen sind, ist der Druck bereits zu hoch

· Putzen Sie Ihre Zähne zweimal bis dreimal am Tag, am besten morgens, je nach dem noch zwischendurch und abends jeweils gründlich zwei bis drei Minuten lang

· Putzen Sie die Zahnzwischenräume. Es gibt verschiedene Interdentalbürsten und Zahnseiden für Ihre Bedürfnisse. Ihr Zahnarzt oder ihre Dentalhygienikerin kann Ihnen zeigen, was für Sie am besten ist und wie Sie die Zwischenzahnräume optimal reinigen

· Ergänzend zur täglichen Zahnreinigung empfehlen sich auch Mundspülungen oder Mundwasser. Auch diese Mittel helfen, die Zahnzwischenräume besser zu reinigen

· Für Zwischendurch und Unterwegs tut es auch ein Zahnkaugummi oder Kaubonbon ohne Zucker. Das Kauen regt die Speichelproduktion an, wodurch aufbauende Stoffe für den Zahnschmelz entstehen. Und für ein frisches Mundgefühl ist so auch gesorgt

· Sobald sich die Borsten in unterschiedliche Richtungen biegen, ist es Zeit, die Zahnbürste auszuwechseln. Das kann je nach Modell und Putzhäufigkeit nach zwei bis drei Monaten der Fall sein

· Wenn Sie ein höheres Risiko für Karies haben, weil Sie zum Beispiel eine Zahnspange tragen, ist die Anwendung eines remineralisierenden Gels sinnvoll. Sprechen Sie mit Ihrem zahnärztlichen Fachpersonal, ob für Sie die zusätzliche Pflege geeignet ist.

· Gehen Sie einmal bis zweimal im Jahr zur Dentalhygiene. Denn wir selbst können nur ca. 70% der Zahnbeläge entfernen

· Haben Sie trotz gründlichem Zähneputzen manchmal Mundgeruch? Dann entfernen Sie zusätzlich mit einer Zungenbürste den Zungenbelag. Wenn der Mundgeruch hartnäckig bleibt, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt

25% Rabatt

Sparen Sie 25% auf alle Einkäufe mit CURODONT Produkten mit dem Rabattcode XMAS2020.